Do. 04.03.10 20:15
Fr. 05.03.10 20:15
| Inspirationsquelle für die Inszenierung der altgermanischen Götter- und Heldensagen waren Tor Åge Bringsværds Erzählungen in „Die wilden Götter Sagenhaftes aus dem hohen Norden“. Er gehört zu den Autoren, welche in den letzten Jahren die nordische Mythologie aus ihrer Verstaubung hervorgeholt haben. In den vergangenen 60 Jahren ist sie, wenn nicht vergessen worden, so doch in den Hintergrund getreten. Zu sehr war sie vom deutschen Nationalsozialismus besetzt und mit faschistischem „Gedankengut“ verknüpft worden. Heute scheint es wieder möglich zu zeigen, dass das Kulturgut der nordischen Mythologie für uns von Interesse ist und hilft Fragen zu formulieren, die uns existentiell tangieren. |
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Zwei Erzählerinnen und ein Geräuschemacher lassen in rasantem Spiel und im wilden Wechsel von Figuren Handpuppen mit geschnitzten Holzköpfen - Objekten, Erzählung, Musik und Licht die nordischen Göttersagen aufleben. In diesen finden die KünstlerInnen die Vorlage für ein ungemein fantasiereiches und kreatives Spiel mit vielen Bezügen zur Gegenwart.
«Am Anfang war Kälte und Feuer. Dazwischen ein tiefer Schlund. Darin kämpften Feuer und Eis, und was die Kälte geformt hatte, erweckte die Hitze zum Leben, und so entstand ein gewaltiger Riese.» So beginnt die Edda, der nordische Mythos um den Allvater Odin und seiner Götterwelt. Doch die weisen Nornen sagen ihm von Anfang an den Untergang voraus. Und richtig, die Anzeichen des Verderbens mehren sich. Die Göttersippe, allen voran Odins innigster Freund und Feind Loki, verheddert sich im Gewebe von Schuld und Unheil, die Berge brechen auseinander, die Bäume stürzen um, Riesen, Trolle und das ganze finstere Pack nehmen überhand. Wer, wenn nicht Odin könnte jetzt noch etwas tun?
Spiel: Susanne Olbrich & Stephanie Rinke; Geräusche: Max Bauer
Ausstattung: Marita Bachmaier & Christian Werdin
Musik: Tobias Dutschke; Regie: Markus Joss
Für Erwachsene und Jugendliche ab 14 Jahren; Hochdeutsch
ca. 90 Minuten mit Pause
Fr. 35. / 30.
: Inszenierungsgespräch mit den Künstlern nach der Vorstellung am 05.03.10
Lesen Sie > hier Hintergrundinformationen zum Stoff der Inszenierung
Website Figurentheater PARADOX
Website TheaterFusion, Berlin
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