Sa 16.01.10 20:15
So 17.01.10 18:00
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Über die Adaption von Shakespeares MacBeth mit Kasperpuppen schrieb das Double (Magazin für Figurentheater): «Ein Theatervergnügen allerersten Ranges! Klug gedacht, raffiniert gemacht, temporeich und witzig. Und eine wahrhaft «werktreue» Inszenierung, die die blutige Mechanik des «Macbeth» in all ihrer Konsequenz und Unausweichlichkeit durchspielt.» Macbeth für Anfänger ist eine tragikomische Farce zum übertriebenen Ehrgeiz. Es ist vor allem aber auch eine Metapher über das Theater selbst.
Der Puppenspieler, von Ehrgeiz besessen, plant eine Aufführung von Shakespeares «Macbeth». Als seine alten Kasperpuppen erfahren, dass sie nicht mitspielen dürfen, kommt es zum Aufstand: Hinter dem Rücken des Puppenspielers beginnt das Ensemble auf eigenes Risiko mit der Tragödie. Doch schon bald geraten die unschuldigen «Anfänger» in den verhängnisvollen Sog der Shakespeareschen Dramaturgie und unbarmherzig erfüllt sich an ihnen das Schicksal des Macbeth.
Der ungarische Regisseur Gyula Molnàr schuf zusammen mit dem venezianischen Puppenspieler Gigio Brunello die italienische Original-Produktion. Sie gewann einen der wichtigsten Theaterpreise Italiens, den „Premio della Critica Teatrale“. In Zusammenarbeit mit Gyula Molnàr entstand danach eine neue Version für Tristans Kompagnons eine hintergründige Satire auf den Theaterbetrieb und seine Protagonisten, die schließlich Opfer ihrer eigenen Profilierungssucht werden. Und wie so oft liegen Tragik und Komik absurd nah beieinander. Ein Stück mit liebevoll gezeichneten Figuren und vielen subtilen Ebenen.
Spiel: Tristan Vogt; Regie: Gyula Molnar
Hochdeutsch; ca. 70 Minuten; Fr. 35. / 30.
Inszenierungsgespräch mit Tristan Vogt nach der Vorstellung am Samstag 16.01.10.
Website Thalias Kompagnons
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